Projekt "Veli Aktif"
Das Projekt "Veli aktif" nutzt Eltern als eine bedeutende Ressource für Schulen. Ziel der Maßnahme ist es, eine stärkere Präsenz von Eltern mit Migrationshintergrund in der Schule zu erreichen. Damit soll ein gemeinsames Verständnis für Schüler und Schülerinnen mit ihren Biographien erzielt werden, um sie im Lernprozess individuell fördern können.
Das Projekt erarbeitet gemeinsam mit Schulen Strategien im Umgang mit großen und kleinen, auch auf den ersten Blick unsichtbaren Konflikten aufgrund kultureller Verschiedenheit. Die Strategien werden in Form von konkreten Verfahren und guten Beispielen zusammengestellt. Ziel ist pragmatische und praxisnahe Antworten auf Unstimmigkeiten und Missverständnisse im Schulalltag, insbesondere zwischen Schule und Eltern zu geben. Im weitesten Sinne soll die interkulturelle Kompetenz aller Beteiligten genutzt und gefördert werden Die Erfahrungen mit und der andere Zugang zum Thema von Migrantenorganisationen werden in das Projekt eingebracht.
Das Projekt befindet sich im Schuljahr 2006/2007 in der Erprobungsphase. In dieser Phase werden drei Schulen mit dem Projekt "Veli Aktif" betreut. Die Ergebnisse werden Ende des Schuljahres im Hinblick auf Übertragbarkeit dokumentiert, um weitere sechs Schulen mit diesem Projekt betreuen zu können.
Elternbeteiligung
Die meisten Schulen beklagen die mangelnde Präsenz und das mangelnde Interesse von Eltern am Schulalltag ihrer Kinder. Gleichzeitig gestehen Lehrer/innen Unsicherheiten im Umgang mit den Eltern von Schüler/innen nicht deutscher Herkunftssprache ein. Dabei schlägt die Tatsache negativ zu Buche, dass es selbst an Schulen in Ballungszentren und einer Mehrheit an Schüler/innen nicht deutscher Herkunftssprache nur in Ausnahmefällen auch Personal mit Migrationshintergrund gibt.
Oft zeigt sich, dass Kommunikationsschwierigkeiten und wenig ausgeprägte Interkulturelle Kompetenz – auf beiden Seiten – eine besonders große Barriere zwischen Eltern und der Schule bilden. Eltern fühlen sich oft nicht verstanden oder wertgeschätzt und auf der anderen Seite fühlen Lehrer/innen sich unter Leistungsdruck gesetzt und mit der Vielzahl von Alltagproblemen in der Schule allein gelassen.
Ziele
- Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule, die von beiden Seiten als erfolgreich bewertet wird und in konkreten Projekten umgesetzt wird
- Attraktive Schulangebote für Eltern konzipieren und umsetzen
- Interkulturelle Kompetenz aller Akteure weiterentwickeln
- Interkulturelle Elternarbeit als Kernaufgabe der Schule festschreiben
Zielgruppe
Insgesamt werden sechs Schulen begleitet, davon drei Grundschulen und drei Oberschulen. Die Schwerpunktzielgruppen sind: Lehrer/innen und Sozialpädagog/innen und Eltern mit Migrationshintergrund.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes "Veli Aktif" wurden zunächst mit folgenden Schulen aufgenommen:
- Otto-Wels-Grundschule / Kooperation läuft seit Beginn des Schuljahres 2006/2007
- Ernst-Schering-Oberschule / Die Kooperation läuft seit Beginn des Schulhalbjahres 2006/2007
- Robert-Koch-Gymnasium / Kooperation läuft seit Beginn des Schuljahres 2006/2007
Am Ende der Pilotphase nach der Evaluation werden dann drei weitere Schulen in das Programm aufgenommen.



