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Mete-Ekşi-Fonds

Der Mete-Ekşi Fonds wurde von der GEW Berlin und dem Türkischen Elternverein im Jahre 1992 gegründet. Der Fonds vergibt jährlich einen Preis in Höhe von 3.000,00 EUR an Jugendliche oder Jugendgruppen, die sich für ein friedliches, tolerantes und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Jugendlicher in Berlin einsetzen.

Mete-Ekşi-Fonds – Entstehung und Ziele

1992 haben wir als Türkischer Elternverein Berlin-Brandenburg e.V. und  Landesver­band Berlin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Mete-Ekşi-Fonds gegründet.

Auslöser dafür war unser Entsetzen darüber, dass Mete Ekşi, den alle im Türkischen Elternverein als engagierten, hilfsbreiten jungen Mann kannten, bei einer alltäglichen Auseinandersetzung zwischen deutschen und türkischen Jugendlichen, in die er schlichtend eingriff, ums Leben gekommen war. Wir sahen in der aufgeheizten Stimmung in der Stadt die Ursache da­für, dass ein Funke reichte, um unter Jugendlichen tödliche Gewalt zu entfesseln. Mit dem Mete-Ekşi-Preis wollten wir dem gemeinsam etwas entgegensetzen.

Fremdenfeindlichkeit und Jugendgewalt  nehmen auch heute noch in den Medien breiten Raum ein. Vergleicht man die Masse der Schlagzei­len, die eine Gewalttat oder die Zustände an einer „Ghettoschule“ aus­lösen mit den Beiträgen über beispielhafte Projekte kann man nicht von einem angemessenen Verhältnis reden. Wir wollen den negativen Schlagzeilen über Gewalt und Fremdenfeindlichkeit nicht das Feld überlassen.

Wir wissen, dass das Miteinander von Kindern und Jugendlichen unter­schiedlicher Herkunft im Berliner Alltag überwiegend unkompliziert verläuft.

Wir erleben dies in Schulen, Jugendeinrichtungen, im Wohnumfeld. Doch dieses friedliche Leben ist keine Schlagzeile wert, wird durch die gewalttätigen Ereignisse in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hin­tergrund gedrückt

Mit dem Mete-Ekşi-Preis wollen wir  junge Menschen auszeichnen, die etwas für das friedliche Zusammenleben von Jugendlichen unter­schiedlicher nationaler und kultureller Herkunft tun. Damit wollen wir nicht nur die ihnen gebührende gesellschaftliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Wir hoffen vor allem, dass die Medien den Blick stärker auf die positiven Beispiele lenken, wenn wir diese auszeichnen.

Junge Menschen brauchen Vorbilder;  Erwachsene, aber auch Gleichalt­rige, mit denen sie sich identifizieren können. Mete konnte seinen Plan einer großen Fete für Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten nicht umsetzen. Aber andere Heranwachsende gehen diesen Weg weiter.  Bisher hat der Mete-Eksi-Fonds rund 70 Projekte, die in seinem Sinne gehandelt haben, ausgezeichnet.

Das reicht sicher nicht, um das Leben in dieser Stadt in friedliche Bah­nen zu lenken. Wir Erwachsenen sind die Hauptverursacher von Min­derwertigkeitsgefühlen, Perspektivlosigkeit und Gewalt. Nur zu wenige von uns eignen sich  als Vorbilder für Heranwachsende. Deshalb wollen wir unser Bemühen weiterführen, jugendlichem Engagement zu mehr öffentlicher Anerkennung zu verhelfen und auch künftig junge Men­schen für ihren herausragenden Einsatzes für ein friedliches, respekt­volles Zusammenleben in Berlin mit dem Mete-Ekşi-Preis auszeichnen.

die Vorsitzenden

Monika Rebitzki               Tülay Usta